Geschlossene Fonds werden von vielen Anlegern als chancenreiche Beteiligungsform beworben – sei es in Immobilien, Schiffen, Erneuerbare-Energien-Projekten oder ähnlichen Großprojekten. Anders als bei klassischen offenen Investmentfonds bindet man sein Kapital über viele Jahre an ein einzelnes Projekt, und ein vorzeitiger Ausstieg ist nur schwer möglich.
Doch gerade dieser Struktur liegt ein erhebliches Risiko: Der Verlust entsteht häufig schon beim Kauf der Fondsanteile – nicht erst beim späteren Verkauf.
Hohe Kosten von Anfang an
Ein zentrales Problem sind die sogenannten Initial- und Weichkosten:
Bereits beim Einstieg fließt ein großer Teil des eingesetzten Kapitals nicht in das Anlageobjekt selbst, sondern in Vertrieb, Strukturierung, Vermittlung und Verwaltung. Laut Analysen können diese Kosten bei geschlossenen Fonds durchaus im zweistelligen Prozentbereich des Fondsvolumens liegen.
Das bedeutet: Von 100 % Ihrer Einlage kommen oft deutlich weniger als 70 % tatsächlich in das Projekt – der Rest ist schon „verbraucht“, bevor der Fonds wirtschaftlich arbeiten konnte.
Projektentwicklung oft schlechter als prognostiziert
Viele der zugrunde liegenden Projekte entwickeln sich nicht wie in den Prospekten dargestellt. Optimistische Annahmen zu Mieteinnahmen, Immobilienwerten oder Auslastung von Flotten (z. B. bei Schiffsfonds) werden in der Realität häufig verfehlt. Wenn ein Objekt später niedriger bewertet oder schlechter vermietet wird als geplant, leidet der gesamte Wert der Beteiligung.
Fremdkapital und Zinsrisiken verstärken Verluste
Ein weiteres typisches Merkmal geschlossener Fonds ist der hohe Anteil an Fremdkapital. Viele Fonds finanzieren den Großteil ihres Investitionsvolumens durch Kredite. Das erhöht nicht nur die laufenden Kosten durch Zinszahlungen, sondern steigert auch das Risiko in wirtschaftlich schwierigen Phasen – etwa wenn Zinssätze steigen oder Einnahmen aus dem Projekt sinken.
Fazit
Nicht selten zeigt sich: Der Verlust beginnt nicht erst beim späteren Verkauf der Beteiligung – er ist bereits beim Kauf angelegt. Hohe Kosten zu Beginn, realitätsferne Prognosen, hohe Fremdkapitalquoten und lange Kapitalbindung belasten viele geschlossene Fonds, bevor sie überhaupt wirtschaftlich arbeiten konnten. Anleger sollten diese Risiken genau kennen und abwägen – unabhängig davon, was in Verkaufsprospekten oder Vermittlerpräsentationen steht.
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