Geschlossene Fonds galten lange Zeit als attraktive Kapitalanlagen – mit hohen Renditeversprechen und spannenden Projekten. Doch viele Anleger und insbesondere Erben stehen heute vor einer anderen Realität: Die Verwaltung und Bewertung solcher Beteiligungen kann schnell zur Belastung werden.
Hohe Kosten und großer Aufwand für Erben:
Schon die Übernahme einer geerbten Fondsbeteiligung ist oft mit erheblichem Aufwand verbunden. Die rechtliche und organisatorische Abwicklung ist komplex, erfordert Zeit und verursacht nicht selten zusätzliche Kosten – etwa für Notar, Verwaltung oder steuerliche Beratung. Besonders die Umschreibung der Beteiligung auf den oder die Erben gestaltet sich häufig langwierig und bürokratisch: Je nach Fonds müssen verschiedene Unterlagen, Erbnachweise oder beglaubigte Dokumente eingereicht werden.
Nicht selten übersteigen diese Kosten und der zeitliche Aufwand sogar den aktuellen Wert der Beteiligung selbst. Für viele Erben bedeutet das: viel Arbeit, Papierkram und Kosten – bei ungewissem Nutzen.
Mögliche Haftungsrisiken:
Viele Anleger und Erben wissen nicht, dass sie unter Umständen für Verbindlichkeiten des Fonds haften können. Ohne rechtzeitige Prüfung oder Veräußerung kann das finanzielle Risiken nach sich ziehen. Auch bei vielen Fonds, die 15 Jahre und älter sind, ist das Fremdkapital immer noch nicht abbezahlt.
Risikoreiche und verlustträchtige Anlagen:
Gerade ältere Fonds haben oft in Märkte investiert, die heute als hochriskant gelten – etwa in Schiffe, Immobilien oder erneuerbare Energien. Viele Beteiligungen schreiben Verluste oder schütten seit Jahren nichts mehr aus. Da bei älteren Fonds oftmals das Kapital nur in eine Immobilie oder ein Schiff investiert wurden, hängt auch das gesamte Risiko an diesem einen Objekt. Daher dürfen neue Fonds auch seit einigen Jahren nicht mehr nur in ein Objekt investieren. Das ist viel zu risikoreich.
Kapital sinnvoll umschichten:
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Fondsbeteiligung zu verkaufen und das Kapital in transparentere, sicherere Anlageformen umzuschichten. So lässt sich nicht nur das Risiko reduzieren, sondern auch die Flexibilität im Umgang mit dem eigenen Vermögen erhöhen.
Und: Haben Sie sich mal gefragt, ob Sie heute nicht mehr Kapital hätten, wenn Sie nicht die Fondsbeteiligung gekauft hätten, sondern Ihr Geld samt Zinsen auf ein Sparkonto gepackt hätten. (Und am Rande: Dafür hätte der Berater, der Ihnen das empfohlen hätte, keine hohe Provision bekommen wie bei den Fondsbeteiligungen.)
Fazit:
Wer seine Beteiligungen regelmäßig überprüft – oder als Erbe rechtzeitig handelt – kann unnötige Kosten, Haftungsfallen und Verluste vermeiden. Eine kritische Auseinandersetzung ist daher der erste Schritt, um fundierte Entscheidungen zu treffen und das Kapital langfristig zu schützen. Und lieber einen Restwert schützen als noch mehr zu verlieren oder bei einer in vielen Jahren liegenden Auflösung des Fonds vielleicht sogar nichts mehr zu bekommen.
Sie haben Fragen dazu oder möchten sich dazu beraten lassen, schreiben Sie uns gerne an oder rufen Sie an. Sie erreichen uns per Mail unter info@fonds-ausstieg.com oder telefonisch unter 030-2332 711 61. Wir unterstützen Sie beim Fondsverkauf und allen Fragen rund um Ihren Ausstieg aus geschlossenen Fonds. Weitere Informationen zu uns finden Sie auch unter www.fonds-ausstieg.com.
