Geschlossene Schiffsfonds galten viele Jahre lang als attraktive Investmentchance mit vermeintlich stabilen Renditen. Tausende Anleger investierten ihr Geld in Containerschiffe, Tanker oder Frachter – oft in der Annahme, an der wachsenden Weltwirtschaft teilzuhaben. Doch für viele Anleger endete dieses Investment in erheblichen Verlusten. Zahlreiche Schiffsfonds mussten Insolvenz anmelden oder werden bis heute unter Wert liquidiert.

1. Strukturelle Probleme geschlossener Schiffsfonds

Viele Fonds waren von Anfang an so konstruiert, dass selbst geringe Abweichungen vom Wirtschaftsplan große Risiken auslösten. Zu den typischen Problemen gehören:

  • Hohe Fremdfinanzierungsquoten: Viele Fonds wurden mit 60–80 % Fremdkapital finanziert. Schon kleine Umsatzrückgänge führten zu Liquiditätsengpässen.

  • Starre Laufzeiten: Anleger waren über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte gebunden. Ein vorzeitiger Ausstieg war kaum möglich.

  • Mangelnde Transparenz: Prospekte enthielten oft optimistische Szenarien, die Risiken wurden heruntergespielt oder unzureichend erklärt.

2. Die Krise der Schifffahrtsbranche

Ein wesentlicher Faktor für das Scheitern war die weltweite Schifffahrtskrise, insbesondere nach 2008:

  • Überkapazitäten durch massenhaften Neubau von Schiffen

  • Einbruch der Charterraten

  • Starker Wettbewerbsdruck und sinkende Transportpreise

Viele Schiffe erzielten nicht annähernd die Einnahmen, die für die geplanten Ausschüttungen notwendig gewesen wären. Dadurch konnten Fonds ihre Kredite nicht mehr bedienen – die Folge waren Insolvenzen oder Notverkäufe.

3. Warum Schiffsfonds Hochrisiko-Investments waren und sind

Trotz ihrer früheren Vermarktung als „solide Sachwertanlagen“ zählen Schiffsfonds zu den riskantesten Investmentformen:

Marktabhängigkeit & extreme Volatilität

Die Einnahmen eines Schiffes hängen direkt vom globalen Welthandel ab. Krisen, wie Finanzkrisen oder geopolitische Spannungen, führen sofort zu starken Marktschwankungen.

Fehlende Handelbarkeit

Anteile geschlossener Fonds können kaum verkauft werden. Wer investiert, sitzt langfristig fest – selbst wenn sich die wirtschaftliche Lage dramatisch verschlechtert.

Komplexe Kostenstrukturen

Betriebskosten, Rücklagen, Reparaturen, Versicherungen und Kredite: Schon kleine Abweichungen können die gesamte Wirtschaftlichkeit kippen.

Totalverlustrisiko

Wird ein Fonds liquidiert, erhalten Anleger häufig nur einen Bruchteil ihrer Einlage zurück – in vielen Fällen gar nichts. Dieses Risiko ist im geschlossenen Fondsmarkt ungewöhnlich hoch.

4. Warum viele Erben und Anleger heute Unterstützung brauchen

Oft werden Anteile an Schiffsfonds vererbt, obwohl die Nachfolger sie gar nicht übernehmen möchten – oder nicht wissen, welche Risiken damit verbunden sind. Viele Erben stehen dann vor Fragen wie:

  • „Kann ich den Fondsanteil verkaufen?“

  • „Muss ich mögliche Verbindlichkeiten übernehmen?“

  • „Wie komme ich aus der Beteiligung heraus?“

Auch Anleger, die selbst investiert haben, möchten ihre Beteiligung heute oft schnell, rechtssicher und ohne hohe Verluste abwickeln. Die Problematik: Der Zweitmarkt ist klein und Prozesse sind für Privatpersonen schwer zu durchschauen. Wir helfen helfen Ihnen bei der Abwicklung.

Sie haben Fragen dazu? Oder besitzen Anteile an einem Fonds, haben einen Fonds geerbt haben und wollen diesen Anteil an einem geschlossenen Fonds verkaufen, schreiben Sie uns gerne an oder rufen Sie an. Sie erreichen uns per Mail unter info@fonds-ausstieg.com oder telefonisch unter 030-2332 711 61. Wir unterstützen Sie beim Fondsverkauf und allen Fragen rund um Ihren Ausstieg aus geschlossenen Fonds. Weitere Informationen zu uns finden Sie auch unter www.fonds-ausstieg.com

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